Was ist Tantra?


Tantra ist indischen Ursprungs (ca. 7.000 v. Chr.) und setzt sich aus zwei Sanskritwörtern zusammen Tanotin (erweitern) und Trayate (befreien) und bedeutet, Freiheit erlangen durch Bewustseinserweiterung. In den letzten Jahrzehnten hat der Begriff Tantra in Europa und den USA eine deutliche Bedeutungsveränderung erfahren. Ursprünglich entwickelte sich Tantra als ein Kult des Hinduismus und der orthodoxen indischen Religion, es gibt Tantra auch in buddistischer Form.

Das heutige Tantra, so wie wir es kennen, hat nur noch wenig mit seinem Herkunftsland gemeinsam. Auch wenn es im Westen oft damit zusammen gebracht- und leider auch mißbraucht wird, geht es beim Tantra nicht um sexuelle Ausschweifungen, sondern um Respekt, Liebe, Achtsamkeit und Lebensenergie. Es hat mit körperlicher und geistiger Entspannung zu tun, mit der leidenschaftliche Hingabe an das Leben, in dem nur der gegenwertige Augenblick zählt, sowie der ganze Mensch, sein ganzer Körper und seine Sehnsüchte.



Die Lingam-Massage

Liebe und Aufmerksamkeit für die lustvollste und verletzlichste Stelle Ihres Körpers…

Das Wort Lingam stammt auch aus dem Sanskrit, einer Alt-Indischen Sprache, deren Entstehung auf 1200 v. Chr. datiert wurde. Es bezeichnet den gesamten Genitalbereich des Mannes, seinen Penis, seine Hoden und seiner Prostata. Die Prostata, eine etwa kastaniengroße Drüse, bildet einen hochsensiblen Punkt und produziert den größten Teil des männlichen Ejakulatsekrets. Im Gegensatz zum weiblichen „G-Punkt“ ist die Prostata als „G-Punkt“ des Mannes, deutlich weniger umstritten. Weitere Informationen darüber unter dem nächsten Punkt "Die Prostatamassage“.

In vielen alten Kulturen wurde der Lingam als Sinnbild für die männliche Kraft, Sexualität und Fortpflanzung verehrt. Der Phallus stand für das Symbol der Fruchtbarkeit und der Macht. Der Lingam wurde als sensibles „Liebesorgan“ verehrt und behandelt - und nicht nur als „normales Funktionsorgan“ betrachtet, welches benutzt, aber nicht geliebt wird.

Die Lingam- Massage bildet den Abschluss der Tantra-Massage, die mit einem achtsamen Ritual beginnt. Diese Ritual stimmt ein auf das Fest der Sinne, auf tiefgreifende, lustvolle Empfindungen, die Körper, Geist und Seele berühren. Das Besinnen auf die körpereigenen Kraftströme geben dem Körper neue Lebensenergie, Lebendigkeit, Zufriedenheit und Ausgeglichenheit zurück. Ein Erlebnis das oft noch tagelang anhält. Nach dem Ritual folgen zärtliche Berührungen durch Tücher, Felle und Federn. Die Sinne erleben Düfte, Klänge, nehmen unterschiedliche Geschmäcker wahr. Dabei kann es vorkommen, dass der Empfangende sich in einen tranceartigen, meditativen Zustand versetzt fühlt.

Die gezielte Aktivierung der Reflexzonen bringt die männliche sexuelle Energie in den natürlichen Fluss zurück, was sich stärkend und entspannend auf den ganzen Körper auswirkt. Sinnliche und energetisierende Berührungen ermöglichen dem Mann, ganz neue Wege und Berührungsqualitäten zu erleben, seine eigene Sexualität neu zu entdecken und sich in seiner Männlichkeit vollkommen angenommen und akzeptiert zu fühlen. Es geht nicht um die gezielte sexuelle Stimulation, daher ist auch eine Erektion nicht zwingend nötig. Dadurch ist diese Art der Berührung  für Männer, die unter Erektionsstörungen leiden, sehr befreiend. Oftmals lösen sich diese Störungen wie von selbst, wenn der Mann nicht unter „Leistungsdruck“ steht und keine Erwartungen erfüllen zu hat. Selbstverständlich soll auch keine Erektion unterdrückt werden. Bei Tantra geht es darum, sich ganz fallen und alles geschehen zu lassen, nichts kontrollieren zu wollen…

Die Lingam-Massage ist frei von jeder Orgasmusfixiertheit. Das Ziel der Massage ist eine wohltuende Entspannung, die auch zu einem außergewöhnlich ekstatischen Erlebnis führen kann, die auch innere Blockaden und Verspannungen der ganzen Muskulatur lösen kann. Es ist möglich, dass es dem Mann bei seiner ersten Tantra-Massage noch nicht gelingt, sich völlig fallen zu lassen, weil er von seinem sexuellen Drang so gesteuert ist, dass er sich nicht total  entspannen kann. Das legt sich jedoch bald, wenn er die Erfahrung machen durfte, wie schön es für ihn sein kann, sich einfach nur hingeben zu dürfen und nicht selbst aktiv werden zu müssen.

Männer sind immer wieder erstaunt darüber, wie ihr Lingam im Laufe der Zeit durch die neuen Berührungen immer sensibler und wacher wird.




Die Prostata-Massage
Herzöffnung durch die Behandlung des männlichen Tempels…

Für die meisten Menschen ist der Anus alles andere, als eine erogene Zone, bestenfalls für Homosexelle Männer. Kaum ein anderer Bereich unseres Körpers ist mit so vielen Vorurteilen behaftet wie unser Anus. In der Nase zu bohren ist zwar nicht fein, aber den Finger in den Anus zu stecken, das ist völlig tabu! Schon als Kind bekommen wir beigebracht „hinten ist es schmutzig“. Daher ist es kein Wunder, dass dieser Bereich unseres eigenen Körpers, der uns hoffentlich täglich gute Dienste erweist, als notwendige schmutzige Zone empfunden wird und Gefühle wie Ekel und Scham auslöst.

Diese Einstellung führt dazu, dass wir unseren Anus regelrecht verschließen und zwar nicht nur durch den Schließmuskel. Daraus resultiert im Laufe der Jahre eine unbewusste, muskulären Dauerspannung des gesamten Beckenbodens. Diese wiederum verhindert, dass lustvolle Energien nicht in ausreichendem Maße strömen können. Die Prostata gilt als männlicher G-Punkt des Mannes und beherbergt einen der größten Nervenstränge des männlichen Körpers.

Die Prostatamassage dient der besseren Durchblutung der Prostata und kann dadurch Prostataleiden entgegenwirken. Der Beckenboden wird durch diese Massage gestärkt, wodurch Errektionsprobleme verschwinden- und die Standfestigkeit des männlichen Gliedes erheblich verbessert werden kann. Die Prostatamassage ist daher keineswegs eine schmutzige Angelegenheit! Sie trägt zur Verbesserung des körperlichen Wohlbefindens und der Fähigkeit, sexuelle Lust zu empfinden, ganz erheblich bei.

Verspannungen und blockierte Gefühle können sich lösen, denn durch das absolut achtsame Betreten des „männlichen Tempels“ - mit bedingungslosem Respekt - berührt unmittelbar das Wesen jeden Mannes. Die Prostatamassage ist eine sehr sanfte Technik, die nicht mit wilden, geilen oder devoten Praktiken einhergeht. Es ist ein friedliches, ruhiges und sanftes Gefühl, getragen von großem gegenseitigem Vertrauen.  

So überrascht es nicht, dass viele Männer durch diese Massage eine tiefgreifende Wohligkeit und Lust empfinden, die auch in einem Orgasmus enden kann, was jedoch nicht das Ziel der Massage ist. In tantrischen Massagen geht es darum, sich unkontrolliert fallen und geschehen zu lassen, was geschieht... Wenn sich bei der Prostatamassage daher ein- oder durchaus möglich, sogar multiple Orgasmen einstellen, dann darf das auch so sein.

Bei Prostatabeschwerden jeglicher Art sollten Sie bitte ohne Scham Ihren behandelnden Arzt fragen, ob er Bedenken hinsichtlich einer Berührung an dieser Stelle hat. Sie können sicher sein, dass Ihrem Arzt bekannt ist, dass eine Prostatamassage positive Auswirkungen auf den ganzen Körper hat. Die Massage wird aus hygienischen Gründen mit einem Handschuh durchgeführt. Der Darm sollte dennoch auf jeden Fall vorher entleert sein.



Die Yoni-Massage

…tauche ab in die Tiefe deiner Seele, entdecke die Quelle Deiner weibliche Lust…

Das Wort Yoni stammt aus dem indischen Sanskrit. Yoni bezeichnet den gesamten Intimbereich der Frau, von den äußeren Anteilen der Vulva bis hin zur Vagina, der Gebärmutter und den Eierstöcken. Es gibt verschiedene Übersetzungen für das Wort Yoni wie „Heiliger Raum/Tempel, Schoß, Stätte, Ursprung“. In vergangenen Jahrhunderten wählte man „blumige“ Worte und Bezeichnungen wie „duftende Rose, heiliger Schoß, Pforte des Lebens“. So mancher Frau sind die Geheimnisse ihrer „Zauberblume“ bis heute verborgen geblieben. Auf Grund ihrer Erziehung, oder der Erfahrung von negativen Erlebnissen, betrachten sie ihr Geschlecht, mehr als Funktions- und/oder Gebrauchsorgan.

Die Yoni besitzt Reflexzonen wie unsere Hände, Füße, Ohren etc. und steht direkt mit bestimmten anderen Organen in Verbindung, die bei der Massage ebenfalls aktiviert werden. Die Yoni hat ein Gedächtnis, sie ist der ideale Speicherort für tief sitzende Verletzungen, für nicht gelebte und unterdrückte Gefühle wie Schmerz und Trauer. Sie ist das zentrale Herzstück der Frau, sie birgt ihre Geheimnisse, speichert Informationen, vor allem auch unverarbeitete Erlebnisse.

Aus diesem Grund sorgt eine Yoni Massage, der immer eine Ganzkörper-Ölmassage vorausgeht, nicht nur für Entspannung.

Frauen haben ein viel feineres Gespür für emotionale Blockaden als Männer. Während der Massage können daher hauptsächlich bei Frauen ganz unterschiedliche Empfindungen auftreten, die sehr aufwühlend sein können. Welche Gefühle sich zeigen, kann man nicht vorhersagen. Es kann ALLES sein, von Lust, Ekstase, tiefer Ruhe und innerem Frieden, bis hin zu großer Wut und Trauer.

Es ist alles erlaubt, die Gefühle sollen fließen, denn dabei können sich Blockaden auflösen, die jahrelang vorhanden waren. Manchmal fließen Tränen, die Emotionen wechseln plötzlich oder sie treten manchmal auch erst Tage später auf. Während der Yoni-Massage wird viel Energie aufgebaut, die sich danach in irgendeiner Form und jedes Mal unterschiedlich entlädt. Dies kann auch in Form eines Orgasmus sein, kann aber nicht muss, es gibt kein Ziel.

Frauen sind meist die besten „Geber“ aber die schlechtesten „Nehmer“. Daher ist die Situation, einmal nur zu empfangen, für viele Frauen neu und ungewohnt. Die Yoni-Massage kann Frauen daher helfen, ihre eigene Sexualität intensiver kennenzulernen, sie kann sich vielleicht zum ersten Mal in ihrem Leben völlig fallen lassen, Hemmungen ablegen, ihre Wünsche äußern und dadurch ihrem Liebesleben ganz neue Impulse geben. Die Yoni Massage bietet den Abschluss einer wohltuenden Ganzkörpermassage, die mit hochwertigem Öl durchgeführt wird. Während dieser Massage hat die Frau genügend Zeit sich darauf einzustellen, dass einmal überhaupt nichts von ihr erwartet wird.

Zu einer entspannenden und sinnlichen Massage gehört selbstverständlich ein schöner, sehr warmer Raum, sanfte Beleuchtung, Kerzenlicht, entspannende Musik und der angenehme Duft wundervoller Öle.

Für viele Frauen ist die Verbindung von Blickkontakt, das Streicheln ihres Gesichtes und bloßem Halten ihrer Yoni völlig neu und ungewohnt. Oftmals fühlen sie sich durch diese „kleinen“ aufmerksamen und liebevollen Gesten zum ersten Mal wirklich als Frau gesehen und diese Erfahrung trifft sie mitten ins Herz. Berührungen der Yoni beginnen erst sehr spät. Das Innere der Yoni wird nur berührt, wenn dies gewünscht wird. Alle Wünsche, Fantasien und Grenzen werden in einem Vorgespräch geklärt. Doch manchmal verändern sich auch diese Wünsche im Laufe der Massage. Eine gute Masseurin spürt dies und geht darauf ein.

Frauen, die mit ihrem Körper nicht glücklich sind und ihn ablehnten, versöhnen sich durch Tantramassagen oftmals wieder mit ihrem Körper und beginnen damit ihn zu akzeptieren wie er ist. Alles was sie bisher daran störte, kann durch eine liebevolle Tantramassage weichen. Die Massage gibt ihrem Körper, ihrem Geist und ihrer Seele und jeder einzelnen Zelle ihres Körpers, wonach sie sich vielleicht schon immer gesehnt hat, nach tiefer Liebe und Aufmerksamkeit.

Der weibliche Schoß verlangt nach Heilung und Zuwendung. So sind viele Unterleibserkrankungen nichts weiter als ein verzweifelter Hilfeschrei, der aus dem Verlangen und dem Wunsch entsteht, unsere inneren und tiefen Sehnsüchte mögen endlich gestillt werden.



Buddhistische Weisheit

Dein Herz und dein Geist gleichen einem Garten. Du entscheidest wie du ihn anlegst, welche Pflanzen du darin anpflanzt.

Negative Gefühle wie Neid, Hass, Rache, Hochmut und Habgier sind wie Unkraut, das andere Pflanzen ersticken kann.

Darum lass deinen Garten nie verwildern, pflege ihn jeden Tag und lasse viel Licht hinein, das du durch positive Energie wie Liebe, Nachsicht, Nächstenliebe, Mitgefühl und Großzügigkeit erschaffst.

So wird jeder Spaziergang durch deinen Garten jeden Tag Freude machen...